von Federico García Lorca

Sonntag, 23.10.2022 - 18:00 Uhr

Tragödie von den Frauen in den Dörfern Spaniens (spanisch: La Casa de Bernarda Alba. Drama de mujeres en los pueblos de España). Übersetzt von Hans Magnus Enzensberger. Suhrkamp Theater Verlag Berlin.

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Zum Stück "Bernarda Albas Haus"

Die Witwe Bernarda Alba wacht mit geradezu tyrannischer Strenge über den Alltag ihrer fünf Töchter. Diese sind alle in heiratsfähigem Alter. Nach dem Tod des Ehemannes hatte Bernada Alba ihren Töchtern eine achtjährige Trauerzeit auferlegt. Sie dürfen das Haus nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Beschäftigen müssen sie sich, indem sie an ihrer Aussteuer sticken. Wenn sich eine Tochter zu wehren versucht, kontert die Mutter kalt: Frauen haben sich zuerst ihrer Familie und zu gegebener Zeit ihren Ehemännern unterzuordnen. Sexualität sei Sache der Männer und Frauen hätten sich zu fügen. Mit den eigenen Sehnsüchten und Träumen müssen die Töchter alleine fertig werden. Das Haus der Bernada Alba wird zum Schauplatz einer Tragödie.

Bernarda Alba ist eine der eindrucksvollsten tragischen Bühnengestalten des 20. Jahrhunderts. Die Art, wie ihre fünf Töchter gegen den despotischen Stolz der Mutter aufbegehren und dabei zerbrechen, gehört zu den packendsten Bühnenhandlungen in der Theaterliteratur.

Der Autor Lorca, der als Homosexueller selbst Opfer der regiden Sexualmoral im faschistischen Spanien der 30er Jahre wurde, legt mit seinem Meisterdrama die Finger in die Wunden, die eine extrem konservativ-katholische Tradition in Spanien gerissen hatte.

Übersetzt hat den Text Hans Magnus Enzensberger. Der 1929 in Kaufbeuren geborene Lyriker, Essayist, Biograph, Herausgeber und Übersetzer ist er einer der einflussreichsten und weltweit bekanntesten deutschen Intellektuellen. Enzensberger war 1994 Gast der Dichterlesungen im Gymnasium Weilheim. Ihm ist Nr. 38 der "Weilheimer Hefte" gewidmet.

Federico García Lorca (1898 - 1936) stellte sein Hauptwerk "La Casa de Bernarda Alba" (Bernada Albas Haus) in dem Jahr fertig, in dem der spanische Bürgerkrieg ausbrach. In diesem Jahr wurde er von spanischen Faschisten erschossen. Der Mord an Federico García Lorca war bis 1975 in Spanien ein gesellschaftliches Tabu.

Die 11 Darstellerinnen:

  • Sabine Lorenz (Bernarda Alba),
  • Yvonne Brosch (Bernarda Albas langjährige Hauswirtschafterin),
  • Michaela Stögbauer (die Mutter der Bernarda Alba),
  • Katja Brenner (Nachbarin),
  • Nathalie Seitz (Magd)
  • Die Töchter:
    • Katharina von Harsdorf,
    • Maria Antonietta Piras Wobbe
    • Augusta Belóka
    • Caro Stein
    • Ricarda Wimmer
    • Patricia Ivanauskas (Preisträgerinnen des vom Bezirk Oberbayern vergebenen Lore-Bronner-Preises 2019 und 2021)

Inszenierung: Yvonne Brosch und Sabine Lorenz
Bühnenbild: Andreas Arneth

Wir haben Vorstellungen für Schulen eingeplant. Lehrkräfte können sich zur Buchung an uns wenden: Telefonnummer 0172 7001498.

Veranstaltungsort

Stadttheater Weilheim
Theaterplatz 1
82362 Weilheim i.OB

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