Karten gibt es an den Vorverkaufsstellen oder ab 1 Stunde vor Beginn an der Abendkasse.

Bitte beachten: Im Theater findet kein Vorverkauf statt!

Freitag, 17.05.2019 ab 20:00 Uhr

von Samuel Backett
Gastspiel Turmtheater Regensburg im Stadttheater Weilheim

"Wenn ein vernunftbegabtes Wesen auf die Erde zurückkehrte und uns lange genug beobachtete, würde es sich dann nicht Gedanken über uns machen?" (sagt der Blinde in "Endspiel")

Man sollte über dieses Wort nachdenken: "Endspiel" - Geht es um Fußball? - Nein, wir haben hier den Titel eines Theaterstücks vor uns, das tiefer in die Dinge blicken lässt, als es ein anderes Werk vermag. Geschrieben von einem Autor, der in seinem Schaffen überhaupt sehr tief (nach)gebohrt hat und dafür vor 50 Jahren den Nobelpreis für Literatur erhalten hat: Samuel Beckett (1906-1989). "Warten auf Godot" ist das wohl bekannteste Stück dieses Künstlers. Auch über diesen Titel sollte man genauer nachdenken. In unserer Zeit totaler sozialer Vernetzung und Selbstoptimierung, der wissenschaftlichen Begeisterung für schwarze Löcher und Gottesteilchen (oder sollen wir sagen: der Erwartung des "Da-kommt-noch-was") zeigt "Endspiel" uns Menschlein die Grenzen auf, die wir in unseren Erwartungen, Ansprüchen und Hoffnungen nicht erkennen können, wollen oder sollen.

Wir sehen in "Endspiel" zwei alte Männer. Alt deshalb, weil sie schon alles hinter sich haben. Sie könnten genauso gut jung sein, denn sie sind die Summe dessen, was sie schon immer waren mit ihren Eigenheiten, ihren Charakterzügen, ihrer Biografie, ihren Beziehungen, ihren Hoffnungen, ihrem Leiden und ihren Illusionen. Die Welt in diesem Stück ist so, wie sie uns für die Zukunft gern ausgemalt wird: zerstört, grau, ohne Licht, hässlich. Die Menschen in ihr sind es genauso. Zwei Individuen müssen hier ihr "Endspiel" bestreiten. Der eine ist blind und abhängig vom anderen, der sehen kann. Der Sehende ist abhängig vom Blinden, weil nur der weiß, wie man den Speiseschrank mit den letzten Rationen öffnet. Das scheint zunächst eine einfache und banale Konstellation zu sein. Doch was bleibt, wenn zwei unterschiedliche Typen aufeinander geworfen sind und miteinander klar kommen müssen? Was erzählen die sich eigentlich? Wie erklären sie sich? Wie kämpft jeder für sich in diesem Spiel um das Ende? Dass dabei in zwei Mülltonnen so etwas wie Eltern dahinvegetieren, unterstreicht den Anspruch des Autors, eine alle Generationen betreffende, universelle Zustandsbeschreibung unserer Spezies Mensch zu wagen. Unsere Zeit ist doch so wissbegierig! Schauen wir doch in die schwarzen Löcher des Daseins! Aber Vorsicht: wir haben hier das Beste, was Theaterliteratur kann, zu ertragen! - Lassen Sie uns mehr Literatur wagen!

mit Martin Hofer, Paul Kaiser, Undine Schneider, Heinz Müller - Regie:Michael Bleiziffer - Bühne und Kostüme: Katharina Claudia Dobner

Eintrittspreise

26,- €, 22,- € und 16,- €

Vorverkaufsstellen

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82362 Weilheim
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Veranstaltungsort

Stadttheater Weilheim
Theaterplatz 1
82362 Weilheim i. OB
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Veranstalter

Weilheimer Kulturprogramm / Stadt Weilheim
Admiral-Hipper-Str.20
82362 Weilheim i. OB
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